Hong Kong

Unser Hong Kong-Trip im März 2007 hätte nicht aufregender beginnen können. Vollsperrung auf der A2!!! Würden wir es schaffen, rechtzeitig in Düsseldorf zu sein? Mit schweißnassen Händen und dem dringenden Gefühl nach einer Dusche stürmten wir zum Schalter von British Airways – geschafft! Aber die Dusche sollte noch 17 Stunden auf sich warten lassen. Egal – wir saßen im Flieger und „genossen“ den Service an Bord. Wie so oft auf unseren Reisen, verging die Zeit wie im Fluge und Hong Kong tauchte vor unseren Augen auf. Dank Dani, der uns vom Flughafen abholte, war die letzte Etappe mit dem Bus nur noch ein Kinderspiel.

Über 10 Jahre hatte ich Almut nun nicht gesehen! Da waren natürlich neben einigen Geschenken auch ein wenig Aufregung und Spannung mit im Reisegepäck. Hatte sie sich verändert? Nach der ersten Umarmung und der gemeinsamen Wiedersehensfreude war klar, Nähe und Vertrautheit waren sofort da. Es sollte wohl so sein, dass uns unsere Lebenswege in Hong Kong zusammen führen sollten. Wir, die doch sehr reiselustig sind und Almut, die ihrem Traummann in diese einzigartige Metropole folgte. Hätte man uns das am Ende unserer Schulzeit 1985 prophezeit, wir hätten nie und nimmer daran geglaubt!!! 4 Jahre später nach dem Fall der Mauer war der Gedanke schon realistischer, aber daran war noch nicht zu denken. Das Leben ist so spannend und aufregend...

Die Tage in Hong Kong waren einmalig! Gab es doch jede Menge Abwechslung für all unsere Sinne. Wir konnten nur mit offenen Augen und Mündern staunen. In der Abenddämmerung funkelte alles wie ein Lichtermeer ... Da in dieser Stadt aber alles ein wenig größer als anderswo ist, gibt es noch eine Steigerung. Allabendlich um 20.00 Uhr erstrahlen 33 Gebäude beiderseits des Hafens während einer Sound und Light Show und werfen ihre Farben an den Himmel. Aber auch tagsüber ist Hong Kong mit seinen Glasfassaden und riesigen Shopping-Mals  ein Genuss für das Auge und ein wenig für den GeldbeutelJ ... Nase, Ohren und Mund kamen aber auch auf ihre Kosten. Die große Mehrheit der Hong Konger sind Kantonesen, und deren Küche ist wohl die unbestrittene Königin aller Regionalküchen Chinas. Die größte Attraktion sind Dimsums. Vom frühen Morgen bis zum Nachmittag werden in den Teehäusern und Restaurants kleine Köstlichkeiten zum Tee serviert – mit Garnelen oder Haifischfleisch gefüllte Teigtaschen, Rippchen in Pflaumensoße, mit Lotoskernpaste gefüllte frittierte Bällchen und Dutzender anderer „Herztreffer“, wie dim sum heißt. Wir lecken uns heute noch all unsere 10 Finger ab! Die Latte für meine nächste Geburtstagsfeier liegt also ziemlich hoch ... Aber der Meisterkoch wird es schon schaffen! Für die Ohren war die Metropole nicht ganz so erholsam – die Hong Kong - Chinesen lieben ihre Autos, PCs, elektronischen Geräte, Kameras und ... Es klickte, piepte und hupte aus jeder Ecke. Zwischen den Hochhausschluchten gab es aber auch kleine Inseln der Ruhe – Klosteranlagen mit wunderschönen Zen-Gärten. Da das Wetter es an unserem „Tempel-Tag“ besonders gut mit uns meinte, erstrahlten die teilweise vergoldeten Buddhas im Sonnenlicht. Unsere Nasen wurden von zahlreichen Räucherstäbchen, Blumen und Opfergaben gekitzelt. Auf den Fischmärkten und besonders im kleinen Örtchen Tai O - einem Stelzendorf auf Lamma  Island  - war es dann nicht mehr ganz so angenehm für unsere „zarten Riechorgane“, aber uns haut so leicht nichts um... Was macht man ansonsten als kinderloses Paar in Hong Kong? Vielleicht das Nachtleben genießen? NEIN!!! Uns zog es ins KINDERPARADIES! Mickey Mouse & Co grüßten schon auf dem Weg ins Disneyland. Wir hatten viel Spaß, denn auch Erwachsene sind gern mal Kind... Leider vergingen die 8 Tage viel zu schnell und so hieß es Abschied nehmen, nicht nur von Hong Kong, sondern auch von Almut, Dani und dem kleinen Jannik, die wir hoffentlich nicht erst in 10 Jahren wiedersehen werden.

    

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